"Frohe Weihnachten"

Frohe Weihnacht!


Die Weihnachtsgans für den festlichen Tisch,
das Huhn, die Ente, das Kälbchen, der Fisch.
der Truthahn, das Lamm und das arme Schwein
erleben für`s Fest nur Folter und Pein.

Habt ihr Menschen darüber je nachgedacht,
was die Tiere Entsetzliches mitgemacht.
bevor sie auf Euren Tellern landen,
daß sie sich in Todesqualen wanden?

Für`s FEST DER LIEBE - in engen Kisten
müssen Millionen ihr Leben fristen.
Für`s FEST DER FREUDE - gequält und geschunden,
Für`s FEST DES FRIEDENS - wer zählt ihre Wunden?

Doch das wollt ihr nicht hören, geschweige denn sehen,
wollt lieber verdrängen und nichts verstehen.
Wie könnt ihr den Anspruch auf Frieden erheben,
wenn ihr so umgeht mit anderen Leben?

Während ihr nun auf das Weihnachtsfest harrt,
werden die Tiere zum Schlachter gekarrt,
Mit blutigen Striemen ihr Leib übersät
vergebens ihr Blick jetzt zum Himmel fleht.

Wie ist das nur in Einklang zu bringen,
töten - und fröhliche Lieder singen?
"Oh, du selige Weihnachtszeit....."
Für die Menschen der Friede - für die Tiere das Leid!

Ihr wünscht Euch selber Gesundheit und Glück,
doch bei den Tieren schreckt ihr vor nichts zurück.
Hauptsache ist, der Braten wird schmecken,
egal wie auch immer die Tiere verrecken.

Bald werden in Kirchen Choräle dröhnen,
doch das Schrein der Geschöpfe kann`s nicht übertönen!
" Freut Euch " - die heilige Nacht ist schon nah,
für die Tiere das Schlachtmesser - "HALLELUJA" !
_______________________________________________________________


"Alle Jahre wieder"
Weihnachten -das größte Schlachtfest-



Die gnadenbringende Weihnachtszeit,
ist endlich gekommen, jetzt ist es so weit.
Glitzernde Sterne auf allen Straßen,
Menschen im Kaufrausch in allen Gassen.

Alles erstrahlt im Lichterschein
und ach - so sentimental will man sein.
Weihnachtslieder und Glockengebimmel,
dies Pharisäertum schreit förmlich zum Himmel;

und "Nächstenliebe" wird groß geschrieben,
während die Tiere mit Schlägen und Hieben
ins Schlachthaus gezerrt, gefoltert noch werden,
die Hölle erleben, zum Schluß hier auf Erden.

"Ratatatam." - das Förderband rennt,
im Akkord man den Tieren die Kehle durchtrennt!
"Stille Nacht ." doch es gibt kein Erbarmen,
sie hängen am Haken, die Ärmsten der Armen!

"Leise rieselt der Schnee." singt ein Chor -
Aus Millionen Adern schießt Blut hervor!
"Ihr Kinderlein kommet ." und seht euch das an,
was die Menschen den Tieren hier angetan!

"Es ist ein Ros entsprungen ." der Retter ist gebor´n,
nur für den Homo sapiens, nur er ist auserkoren!
"Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter",
kommt je für die Gepeinigten auch einmal ein Retter?

"Doch alle Jahre wieder ." bei hellem Kerzenschein,
sieht keiner ihre Qualen, es hört sie keiner schrei´n!
Denk nach, oh Mensch - ob´s richtig ist - in dieser heil´gen Nacht,
dass man für´s "Fest des Friedens" Millionen umgebracht.
_______________________________________________________________


Stille Nacht


Das große Gemetzel ist zu Ende.
Das Kreischen und das Grölen hat aufgehört,
das Röcheln der Abgeschlachteten ist verstummt.
Das waren die Besten des Jahres!

Speziell gezüchtet um ein Alter zu erreichen,
an dem ihre Leiber etwas fest, aber noch sehr zart sind.
Alle noch Kinder, viele erst Säuglinge.
Die Großen wehrten sich verzweifelt,
haben geschrien und in blinder Panik versucht zu flüchten.
Schnell stellte man sie mit Elektroschocks und Schlagstöcken ruhig ...
bis sie vor Schmerz und Erschöpfung nur mehr leise wimmern konnten.

Andere fügten sich, still,
mit vor Entsetzen rollenden Augäpfeln und der Ohnmacht nahe.
Wieder andere waren bereits zu starr und schon jenseits der Angst,
als dass sie noch etwas realisiert hätten.

Bis das Blut aus ihrer durchschnittenen Kehle spritzte.

Bis die Exkremente flossen und bis irgendwann
die letzte Todeszuckung das Leben aus der Halle riss.

Endlich.

Jetzt sind alle abgestochen und ausgeblutet.

Die Räume und die Geräte glänzen vor Sauberkeit.
Bloß noch dieser widerwärtige Gestank im Hirn.

Urin, Kot, Schleim, Blut ...

Alles fließt.

Das ungelebte Leben.

Die niemals empfundene Freude.

Die nie erfahrene Geborgenheit.

Jetzt liegen die Kadaver bereit -
säuberlich zerstückelt und zerhackt, schön verpackt,
manche mit kecken Maschen dekoriert.

Kilometerlange Kühlregale -
auf mehreren Ebenen bieten sie die Leichen dar,
in abertausenden Geschäften. Millionen davon.

Leise Musik begleitet die Szenen,
glückliche Leute lächeln sich an,
trotzen dem Stress.

Alles glitzert und leuchtet.

Es ist eine zauberhafte Zeit in einer zauberhaften Welt!

Der Großteil der Toten liegt schon auf den Tischen
oder schmort noch in den Öfen.

Der Blutgeruch ist verblasst,
die Farbe und Konsistenz des Fleisches nur mehr lästige Erinnerung,
der Geschmack des Todes wurde meisterhaft verformt -
den Könnern und Gewürzen sei Dank.

Nichts steht uns jetzt noch im Weg.

Das Fest der Liebe kann beginnen!
Die Familie vereint sich um den Tisch,
auf dem das warme Kerzenlicht leuchtet.

Die sorgfältig zubereiteten Stücke der Verstorbenen
werden nun manierlich gemeinsam,
mit Genuss und Feingefühl verzehrt.

Alle sind von dieser gegenseitigen Zuneigung ergriffen.

Die Augen der Kleinen strahlen ungetrübt, die der Eltern und
Großeltern sind von Tränen der Rührung und der Freude erfüllt.

Die Speicheldrüsen gehen über und nicht lange Weile vergeht,
bevor die Bäuche zum Platzen voll sind mit dem
zarten, jungen, toten Fleisch.


... Reine Liebe und Glückseligkeit durchströmt alles.

Es wird gesungen und der Schöpfer gepriesen, der Gott,
der das Mitgefühl und die Anteilnahme in die Welt gebracht hat.

Jeder fühlt sich als ein kleiner Teil dieses unaussprechlichen Wunders,
ein kleiner Teil voller Hoffnung, Vertrauen und Demut ...

Die Welt herum ist friedlich und vollkommen. Ich seh's mir an.

Die Luft ist aus Stahl ... lässt sich nicht atmen. Ich bin ganz still.

Wie die Nacht.
_______________________________________________________________


Lieber Weihnachtsmann!



Mit meinen Wünschen wende ich mich an dich:
Denn vielleicht ist es das letzte mal für mich.
Ich bin nicht länger der Jagdbeste, und sie wollen mich nicht mehr.

Ich hab´ gehört von Orten mit Kissen und weichen Stühlen,
Wie muss man sich dort fühlen!
Viel Spielzeug und genug zu essen,
Menschen, die dich lieben und dich nie vergessen.

Ich hab´ gehört von der Wärme einer streichelnden Hand,
von Autofahrten ins weite Land,
vom Glück, frei zu rennen und zu spielen,
einem Ort, wo man mich liebt, um meiner selbst willen.

Eingeschlossen im Zwinger hat man mich,
Darum, lieber Weihnachtsmann, ist dies mein Wunsch an dich:
Ich weiß nicht, ob es liegt in Deiner Macht,
Aber schenk´mir doch bitte meine eigene Familie heut´Nacht.






Druckbare Version
Seitenanfang nach oben