zum Nachdenken 3

Leihe mir ein Tier


"Ich will dir ein Tier für eine Weile leihen",
hat Gott gesagt.
"Damit du es lieben kannst, solange es lebt
und trauern, wenn es tot ist.

Ich kann dir nicht versprechen, dass es bleiben wird
weil alles von der Erde zurückkehren muss.
Wirst du darauf aufpassen, für mich,
bis ich es zurückrufe?

Es wird dich bezaubern
um dich zu erfreuen,
und sollte sein Bleiben nur kurz sein,
du hast immer die Erinnerungen
um dich zu trösten.

Willst du ihm alle deine Liebe geben
und nicht denken, dass deine Arbeit umsonst war?
Und mich auch nicht hassen
wenn ich das Tier zu mir heim hole?"

Mein Herz antwortete:
“Mein Herr, dies soll geschehen!
Für all die Freuden, die dieses Tier bringt
werde ich das Risiko der Trauer eingehen.

Wir werden es mit Zärtlichkeit beschützen
und es lieben, solange wir dürfen.
Und für das Glück, das wir erfahren durften
werden wir für immer dankbar sein.

Aber solltest du es früher zurückrufen,
viel früher, als geplant
werden wir die tiefe Trauer meistern
und versuchen, zu verstehen.

Wenn unser geliebtes Tier
diese Welt voll von Spannung und Zwietracht verlässt,
schicke uns doch bitte eine andere bedürftige Seele
um sie ihr Leben lang zu lieben."


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Der einzige Tag an dem du bereuen wirst,
dass du dir einen Hund angeschafft hast,
ist der Tag, an dem er von dir gehen muss.

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Liebes Herrchen, tröste Dich,
ich weiß, wie sehr Du liebtest mich,
und auch mein Herz schlug nur für Dich,
ich nie von Deiner Seite wich.

Verband uns traute Zweisamkeit,
und liebten wir es, raus zu geh'n,
des Abends die Geruhsamkeit,
ließ manche Sorge schnell vergeh'n.

Kann ich Dich nun nicht mehr begleiten,
so wird mein Geist Dich doch geleiten,
meine Nase kennt jede Wies,
jeden Windzug, welcher blies.

Wirst an allbekannten Stellen
auch erinnert sein ans Bellen,
wenn Du andere Hunde siehst
und vor Deinen Tränen fliehst.

Doch so soll Dich trösten eins:
Du warst mein Licht des Sonnenscheins,
gabst Futter mir und auch ein Dach,
dafür ich hielt Dir treu die Wacht.

Nie verlor'n geht diese Liebe,
unerfüllt sie doch erst bliebe,
wenn einander nicht gedacht,
Erinnerung nicht in uns wacht.

Drum gedenke meiner immer,
sonst der Schmerz wird sein noch schlimmer.
Schließ' mich in Dein Herz fest ein,
dann werd ich ewig bei Dir sein.

Sind die Tränen reich geflossen,
denk auch an meine Artgenossen.
Mancher sitzt gar wie in Trance
im Zwinger, hoffend auf die Chance,
welch Du bereit wärst, ihm zu geben
und erneut zu zweit zu leben.
Reich erfüllt von Stolz und Mut
tät nun ein neues Tier Dir gut.






Die Schöpfungsgeschichte aus der Sicht des Hundes


Am ersten Tag erschuf Gott den Hund.

Am zweiten Tag erschuf er den Menschen,
damit der sich um den Hund kümmert.

Am dritten Tag erschuf Gott alle Tiere dieser Erde,
damit der Hund genügend zu fressen hat.

Am vierten Tag erschuf Gott die Arbeit,
damit die Menschen für den Hund sorgen können.

Am fünften Tag erschuf Gott den Tennisball,
damit ihn der Hund holen kann - oder auch nicht.

Am sechsten Tag erschuf Gott die Tiermedizin,
damit der Hund gesund bleibt und die Menschen arm werden.

Am siebten Tag versuchte Gott sich auszuruhen,
aber er musste mit dem Hund "Gassi gehen".

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„Lieben heißt loslassen können“
- aber es ist so verdammt schwer !


-Wolfdietrich Schnurre (deutscher Schriftsteller 1920-1984)-


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Hast du nun ein Himmelbett ?



Mein lieber Hund ich ließ dich geh'n,
ich konnt' dies Elend nicht mehr seh'n.

Noch einmal hörte ich dein Schnaufen
und meine Tränen sind gelaufen.

Du warst ein Wirbelwind fürwahr,
hast mich begleitet viele Jahr,

Hast mich beschützt bei Tag und Nacht,
mit mir geweint, mit mir gelacht.

Doch langsam kamen Schwächen auf,
du kamst die Treppen nicht mehr rauf,

das Wasser im Teich war dir zu kalt,
da merkte ich, du wurdest alt!

Die Beine haben den Dienst versagt,
hast dich beim Aufstehen so geplagt,

dein fröhliches Bellen wurde leise,
jetzt war Zeit für die letzte Reise.

Ich hab dich gehalten bis zum Schluss,
gab deiner Schnauze noch einen Kuss.

Ich wünsche dir eine friedvolle Ruh'
und winke dir manchmal von unten zu.

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Hab Vertrauen mein Freund
wenn ich Dich halte um Dich loszulassen

Hab Vertrauen mein Freund
wenn ich Dich umarme um mich von Dir zu trennen

Hab Vertrauen mein Freund
wenn ich rede um dann zu schweigen

Hab Vertrauen mein Freund
wenn ich weine um Dich mein bester Freund

Hab Vertrauen mein Freund
wenn ich Dich gehen lasse
glücklich Dich als Freund
gehabt zu haben

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Es ist die Anonymität der Tieropfer,
die uns taub macht für ihre Schreie."


-Luise Rinser (deutscher Schriftstellerin 1911-2002)-


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Du bist so weit weg und doch bist du nah
Das Haus ist so leer und doch bist du da
Ich kann dich nicht sehen doch spüre ich dich
Ich fühle es – noch immer beschützt du mich

Es ist nicht zu glauben wie sehr du mir fehlst
Menschen die das nicht kennen belächeln mich stets
Was soll mich das stören, wenn Menschen nicht kennen
Wie kostbar solch eine Freundschaft ihr Eigen zu nennen

Diese Ehrlichkeit hat mir ein Mensch nie gegeben
Diese Treue erst recht nicht, selbst wars sein Bestreben
Kann kaum einen klaren Gedanken jetzt fassen
Lauf traurig durch Räume, kann nicht lieben nicht hassen

Du hast ein großes Stück meines Herzens genommen
Das bleibt stets bei dir bis unsere Zeit ist gekommen
Bis du mich erwartest in diesem fernen schönen Land
Welches von so vielen Regenbogenland wird genannt

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Wer die Würde der Tiere nicht respektiert,
kann sie ihnen nicht nehmen,
aber er verliert seine eigene.


-Albert Schweizer (1875-1965)-


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Er ist eben mein Hund


Er ist mein drittes Auge, das über die Wolken blickt,
mein drittes Ohr, das über die Winde lauscht.
Er ist der Teil von mir, der sich bis zum Meer erstreckt.

Wie er sich an meine Beine lehnt, beim leisesten Lächeln mit dem Schwanz wedelt,
seinen Schmerz zeigt, wenn ich ohne ihn ausgehe....,
sagt mir tausendmal, dass ich der einzige Grund seines Daseins bin.

Habe ich Unrecht, verzeiht er mir mit Wonne.
Bin ich wütend, bringt er mich zum Lachen.
Bin ich glücklich, wird er vor Freude fast verrückt.
Mache ich mich zum Narren, sieht er darüber hinweg.

Gelingt mir etwas, lobt er mich.
Ohne ihn bin ich nur einer unter vielen. Mit ihm bin ich stark.
Er ist die Treue selbst. Er lehrte mich die Bedeutung der Liebe.
Durch ihn erfahre ich seelischen Trost und inneren Frieden.

Er lehrte mich verstehen, wo vorher nur Ignoranz war.

Sein Kopf auf meinem Knie heilt meine menschlichen Schmerzen.
In seiner Gegenwart habe ich keine Angst vor Dunkelheit und Unbekanntem.
Er versprach auf mich zu warten....wann und wo auch immer......
ich könnte ihn ja brauchen.
Und ich brauche ihn - wie ich es immer getan habe.

Er ist eben mein Hund.

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"Brief jenseits vom Regenbogenland"


Du warst bei mir bis zum Ende.
Und auch nachdem ich schon gegangen war,
hast du mich noch eine Weile gehalten.
Ich sah dich weinen.
Ich würde dir so gerne sagen, dass ich alles verstanden habe.
Du hast diese letzte Entscheidung nur für mich gefällt.
Und sie war weise.

Es war Zeit für mich zu gehen.
Ich danke dir für dein Verständnis.
Niemand wird meinen Platz einnehmen.
Aber die, die nach mir kommen, brauchen die Liebe und Zuneigung
so, wie ich sie hatte.

Du denkst immer an mich.
Das sind Momente, wo du so unendlich traurig bist.
Bitte, denk nicht voller Trauer zurück.
Denke nur daran wie glücklich wir waren.

Und wenn die nächsten Wegbegleiter dich für immer verlassen müssen,
dann werde ich an der Regenbogenbrücke auf sie warten.
Ich werde ihnen danken, dass auch sie dich glücklich machten.
Und ich werde auf sie aufpassen - für Dich!

Ich danke dir dafür, dass
Du mich geliebt hast
Du für mich gesorgt hast
und Du den Mut hattest
mich mit Würde gehen zu lassen.

Dein treuer Wegbegleiter





RÜCKKEHR VON DER REGENBOGENBRÜCKE








Nicht Gnade, sondern Gerechtigkeit
sind wir den Tieren schuldig!


-Arthur Schopenhauer (deutscher Philosoph 1788-1860)-


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Hunde kommen in unser Leben, um zu bleiben.
Sie gehen nicht fort, wenn es schwierig wird,
und auch, wenn der erste Rausch verflogen ist,
sehen sie uns noch immer mit genau
diesem Ausdruck in den Augen an.

Das tun sie bis zu ihrem letzten Atemzug.
Vielleicht, weil sie uns von Anfang an als das sehen,
was wir wirklich sind:
fehlerhafte, unvollkommene Menschen.
Menschen, die sie sich dennoch
genau so ausgesucht haben.

Ein Hund entscheidet sich einmal für den Rest seines Lebens.
Er fragt sich nicht, ob er wirklich mit uns alt werden möchte.
Er tut es einfach.

Seine Liebe, wenn wir sie erst verdient haben, ist absolut.


-Pablo Picasso (spanischen Maler 25.10.1881-08.04.1973)-



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Ich bin allein, es ist schon Nacht und still wird es im Haus.
Dort ist ein Feuer angefacht, dort ruht mein Herr sich aus.

Er liegt im warmen Federbett, deckt bis ans Ohr sich zu,
und ich auf meinem alten Brett bewache seine Ruh.

Die Nacht ist dunkel, ich schlaf nicht, der Wind der weht so kalt,
die Kälte ins Gebein mir kriecht, ich bin ja auch schon alt.

Die Hütte die mein Herr versprach, erlebe ich nicht mehr,
der Regen tropft durchs morsche Dach, Stroh gab s schon längst nicht mehr.

Die Nacht ist kalt, der Hunger quält, mein Winseln niemand hört,
und wüsst mein Herr auch was mir fehlt, er wird nicht gern gestört.

Die Nacht ist lang, zum zehnten Mal leck ich die Schüssel aus,
den Knochen , den ich jüngst versteckt, den grub ich längst schon aus.

Die Kette, die schon oft geflickt, sie reibt den Hals mir bloß.
Sie reicht nur noch ein kurzes Stück, und nie werd ich sie los.

Was Freiheit ist das lernt ich nie, doch weiß ich, ich bin treu.
So lieg ich hier, wart auf den Tod, denn dieser macht mich frei

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-Die erste literarische Erwähnung eines Hundes der einen eigenen Namen trägt
stammt aus der Odyssee, vielleicht die anrührendste Stelle überhaupt in Homers Epos.

Nach 20 Jahren kehrt Odysseus heim und wird von niemandem erkannt.
Die einzige Ausnahme ist sein Hund Argos.
Einst ein stolzer Jagdhund ist Argos mittlerweile krank und alt.
Er erkennt seinen heimgekehrten Herrn und stirbt:-



Hier lag Argos der Hund, von Ungeziefer zerfressen.
Dieser, da er nun endlich den nahen Odysseus erkannte,
wedelte zwar mit dem Schwanz, und senkte die Ohren herunter;
aber er war zu schwach, sich seinem Herren zu nähern.
und Odysseus sah es, und trocknete heimlich die Träne, unbemerkt...

Aber Argos umhüllte der schwarze Schatten des Todes,
Da er im zwanzigsten Jahr Odysseus wieder gesehen.

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Wenn alle Tiere, die umsonst gelitten haben,
im gleichen Moment schreien würden,
würde eine unglaubliche Katastrophe die Welt verwüsten,
und die wenigen überlebenden Menschen
würden taub und im Wahnsinn umherirren.


-Follia-



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Behandle dein Haustier so,
daß du im nächsten Leben ohne Probleme
mit vertauschten Rollen klar kommst.


-Pascal Lachenmeier (Schweizer Jurist *1973-



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Grundrechte des Hundes


1.
Wir haben das Recht, vollwertige Mitglieder der Familie zu sein.
Wir gedeihen durch soziales Miteinander, Lob und Liebe...

2.
Wir haben das Recht auf Beschäftigung.
Wir brauchen neue Spiele, Spielzeug,
Erfahrungen und neue Gerüche, um uns wohlzufühlen...

3.
Wir haben das Recht auf regelmäßiges Training.
Bekommen wir es nicht, werden wir überdreht,
träge oder einfach fett...

4.
Wir haben das Recht, Spaß zu haben.
Wir haben Freude daran, uns ab und zu wie Clowns zu benehmen,
und unser Verhalten wird nicht immer vorhersehbar sein...

5.
Wir haben das Recht auf die Kontrolle unserer Gesundheit.
Bringt uns nicht erst zu unserem Tierarzt, wenn wir offensichtlich leiden ...

6.
Wir haben das Recht auf eine artgerechte Fütterung.
Wir sind von euch abhängig, weil wir wie manche Menschen nicht wissen,
was gut für uns ist...

7.
Wir haben das Recht, nicht deshalb abgelehnt zu werden,
weil wir euren Erwartungen als Ausstellungssieger, Wachhund,
Jäger oder Babysitter nicht entsprechen konnten...

8.
Wir haben das Recht auf eine gute Erziehung.
Sonst würde Verwirrung und Konfrontation unser Verhältnis zu euch stören
und wir könnten für uns und andere gefährlich werden...

9.
Wir haben das Recht auf Anleitung und Korrektur,
mit Verständnis und Einfühlungsvermögen,
nicht durch Mißbrauch...

10.
Wir haben das Recht, in Würde zu leben
und in Würde zu sterben, wenn die Zeit dazu gekommen ist...

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Jerry Williams aus Little Rock/Arkansas erhielt 14.500 $ Schmerzensgeld
und die Heilbehandlungskosten zugesprochen,
weil ihn der Beagle des Nachbarn in den Hintern gebissen hatte.
Das Schmerzensgeld erreichte den geforderten Betrag nicht ganz,
weil die Jury zu der Auffassung gelangte,
Mr.Williams hätte nicht über den Zaun klettern und
mehrfach mit seiner Luftpistole auf den Hund schießen sollen.

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Der wirkliche Verdruss des Menschen ist der Umstand,
dass er vom Affen abstammt, und nicht vom Hund.

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Du möchtest festhalten
wenn ein Hund, den du liebst, dich verlassen muß.
Du möchtest schreien:
"Das kannst du doch nicht machen, ich liebe dich doch!"
Er aber braucht dein Loslassen,
um gehen zu können,
um seinen Frieden zu finden,
um seine Sehnsucht zu stillen

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Ich vermisse das tapsen
Deiner Pfoten, Dein Gesicht,
Deine Augen, Dein Fell,
ich vermisse Deinen
Geruch in meiner Nase,
es ging alles so furchtbar schnell.

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Ausgesetzt!


Du warst an einen Baum gebunden,
dein kleiner Körper arg zerschunden.

Hast an den Boden Dich gedrückt
und angsterfüllt mich angeblickt.

Als ich mich dir dann zugeneigt,
hast du die Zähne mir gezeigt.

Still hab ich mich zu dir gesetzt.
Mit Tränen dir dein Fell benetzt.

Da fühlte ich auf meinem Arm
plötzlich dein Köpfchen, leicht und warm.

Ich hab dich mit nach haus genommen
und einen treuen Freund gewonnen.


Manchmal im Traum
seh ich den Baum,
seh ich den Hund, den Körper wund.
Seh ich den Strick,
des Hundes Blick,
voll Angst und Schmerz -
dann krampft mein Herz...

und ich wein
und SCHÄME MICH, EIN MENSCH ZU SEIN.

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Wir alle müssen lernen, wie der Hund zu denken
und nicht erwarten, dass der Hund wie ein Mensch denkt.

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In der Welt der Gefühle sind wir den Tieren unterlegen,
vor allem, was die Liebe angeht.

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Der vergessene Hund


Schlimm war der Tag an dem du deine Frau und ich mein Frauerl verloren haben.
Wie sehr vermißte ich ihre Streicheleinheiten.
Ich spürte, wie sehr sie auch Dir fehlte.
Eng aneinandergeschmiegt spendeten wir uns gegenseitig Trost.
Bis in den Tod werden wir zusammenhalten.
Fest versprochen!

Nach einiger Zeit kehrte auch wieder etwas Glück in unsere Herzen.
Wir genossen unsere gemeinsamen Ausflüge und Zärtlichkeiten.
Ich war wieder sehr glücklich.

Bis zu dem Tage, an dem Du ein neues Frauerl nach Hause brachtest.
Ich spürte ihre Abneigung gegen mich und ihr strittet oft meinetwegen.

Wieder ein Streit.
Du nahmst die Leine und meine Freude war groß.
Endlich machen wir beide wieder einen Ausflug, nur wir beide.
Der werden wirs zeigen. Ich war so glücklich.

Wir besuchten eine Frau mit vielen Tieren.
Die Frau war sehr nett und lieb zu mir,
aber mit meinen 16 Jahren war mir dort doch zu viel Betrieb.
Wann gehen wir denn wieder?
Endlich bist du dann aufgestanden und zur Tür gegangen.
Ich folgte dir langsam, denn ich war ja schon fast blind
und in diesem fremden Haus kannte ich mich nicht aus.
Doch als ich zur Tür kam, warst du schon draussen.

Du hast mich einfach vergessen.
Ich schrie dir nach, heulte so laut ich konnte,
aber du hast mich nicht mehr gehört.
Sissi wollte mich trösten.
Aber schon wieder war da das Gefühl der Einsamkeit in mir.

Bewußt hast du mich sicher nicht zurückgelassen,
denn schon als ganz kleines Baby war ich bei euch
und wir hatten doch 16 wunderbare Jahre zusammen erlebt.
Nein, du wirst mich sicher bald holen.

Tagelang wartete ich vor der Türe.
Von Tag zu Tag verlor ich immer mehr den Lebensmut.
Mein Körper wollte auch nicht mehr.

Da hörte ich, wie Sissi dir am Telefon von mir und meinem Zustand berichtete.
Sie weinte dabei und manchmal wurde ihre Stimme sehr zornig und böse zu dir.
Das tat weh, denn ich habe dich doch so lieb.
Wiederum heulte ich so laut ich konnte,
aber es war nur mehr ein leises jammern.
Müde legte ich mich in eine Ecke und wollte nur mehr schlafen.
So sehr sehnte ich mich nach meinem Frauerl.
Ob sie mich auch vergessen hätte?

Auf einmal standest du vor mir.
Bin ich schon im Himmel?
Du hast geweint, mich gedrückt, hochgehoben.
Ach Herrli, ich liebe Dich!
Du kommst mich endlich holen.
Mit letzter Kraft leckte ich dir über die Wange, leckte deine Tränen.
Nicht weinen, nun ist alles wieder gut.

Aber leider war auch "SIE" dabei, hat mich kaum beachtet,
angewiedert hat sie unser Glück angeschaut.
Ich weiß, ihr habt euch wieder meinetwegen gestritten.

Als du mich erneut vergessen hast und ihr wieder gegangen ward,
habe ich dir nicht mehr nachgeheult.
Ich wußte, es war unser Abschied.
Dann hörte ich nur noch, wie du zur Sissi sagtest,
daß du Leine und das Halsband als Andenken haben willst,
wenn alles vorbei ist.

Tu`s nicht, denn vielleicht wird dir eines Tages noch bewußt,
wie sehr ich deinetwegen leiden mußte und auch,
daß du nicht mal in den letzten Minuten an meiner Seite warst.

Sissi war bei mir, obwohl sie nicht in mein Hundeleben gehören hätte sollen.
Die Tür ging auf, kurz hatte ich gehofft, daß du doch noch kommst
und mich wie früher drückst und mir auf dem letzten Weg beistehst.
Doch es war wieder nur eine fremde Person.
Ich spürte den Einstich kaum, das letzte was ich noch spürte war Trauer,
daß du nicht bei mir warst.
Dann spürte ich nur mehr Frieden, denn ich hatte dich im Herzen.
Ich war dir bis in den Tod treu.

Das müßt ihr Menschen erst noch lernen.

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Es gibt Augenblicke, in denen Nichtstun zur Schuld,
und Handeln zur Notwendigkeit wird.

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Alles, was der Mensch den Tieren antut,
kommt auf den Menschen wieder zurück.


-Pythagoras (griechischer Philosoph * um 570 v. Chr.; † nach 510 v. Chr.)-



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Solange es Schlachthäuser gibt,
wird es auch Schlachtfelder geben.


-Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi (russischer Schriftsteller 1828-1910)-



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Grausamkeit gegen Tiere ist eines der kennzeichnendsten Laster
eines niederen und unedlen Volkes.


-Alexander von Humboldt (deutscher Naturforscher 1769-1859)-



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Aufschrei der Tränenlosen


Hund mit abgeschnittenen Ohren,
einmal wurd ich nur geboren,
wollte Freund, Gefährte sein
warum läßt du mich allein?
Partner Mensch, ich sage : NEIN!

Pferd mit aufgeschlitztem Leibe,
steh verletzt ich auf der Weide,
wollte nutzen, wollte leben,
Dir und andren Freude geben.
So verlorst Du Dein Gesicht,
dein Gewissen sei Gericht
für all meine Not und Pein.
Partner Mensch, ich sage : NEIN!

Geschundnes Rind auf Viehtransport,
stehend bis zum fernsten Ort,
Leib an Leib, erschöpft, kein Heu,
gebrochne Beine, keine Streu,
nirgends eine Tierraststätte,
wenn ich doch nur Wasser hätte!
Wie kannst so unbeseelt Du sein,
Partner Mensch, ich sage: NEIN!

Und wir, geplagtes Federvieh,
in der Legebatterie,
nirgends Gras und Sonnenschein
und kein Platz für´s zweite Bein.
Auch wir Tiere im Labor,
stimmen ein in diesen Chor.
Wie unbarmherzig kannst Du sein.
Partner Mensch, ich sage: NEIN!

Ein Beutel Miezekatzen
zwischen Hausmüll und Matratzen,
halb erstickt und tief verborgen
wollte man uns so entsorgen?
Sind denn alle inhuman,
nimmt sich keiner unser an?
Hört uns niemand ängstlich schrein?
Partner Mensch, ich sage: NEIN!

Eng ist`s in dem Riesenraum,
stehen, gehen kann ich kaum,
bin noch zu klein und viel zu dick:
Ferkel in der Mastfabrik.
Zwar leb' ich ohnehin nicht lange,
jedoch ist mir furchtbar bange
vor Viren und Elektrozange.
So viele kleiner Ferkel schrein:
Partner Mensch, ich sage: NEIN!

Versetze dich in unsere Lage,
diese Schmerzen, diese Plage,
alles für Gewinn und Geld.
Gilt nur dies auf unsrer Welt?

Ob bei einem Tausch der Rollen
wir euch wirklich retten sollen?
Mensch laß diesen Rat dir geben:
Übe Ehrfurcht vor dem Leben!
Du bist verloren, wenn wir schrein:
NEIN! NEIN! NEIN!

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Unmenschen gibt es, aber keine Untiere.


-Karl Julius Weber (deutscher Schriftsteller und Satiriker 1767-1832)-


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Ich bin für die Rechte der Tiere genauso,
wie für die Menschenrechte.


-Abraham Lincoln (16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika *1809 †15. April 1865)-


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Es gibt bestimmt auch dumme Hunde,
obwohl der Prozentsatz weit geringer ist als beim Menschen.


-Axel Munthe (schwedischer Arzt 1857-1949)-


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Bonzo´s schönster Tag


Bonzo lebte seit 14 Jahren als Wachhund auf einem Bauernhof.
Das Bauernhaus hatte er nie von innen gesehen,
nur den Stall, dort wohnte er.
Einen großen Futtersack stellte die Bäuerin neben seine Schlafbank,
er konnte sich daraus bedienen, wann immer er es wollte.
Wasser zum Trinken gab es immer reichlich,
denn ein kleiner Bach floß direkt am Hof vorbei.
Der Bauer hatte die Schlafbank für Bonzo gebaut damit er nicht
auf dem kalten Beton liegen musste, denn Stroh gab es nicht im Stall.

Doch jetzt ist Bonzo schon sehr alt und sehr gebrechlich.
Seine müden Knochen tun ihm furchtbar weh
und auf die Bank kann er längst nicht mehr.
Darunter ist es immer sehr kalt,
denn der Bauer hat ihm keine Decke gegeben.
Er weiß ja nicht wie Bonzo leidet.
Heute hat es geschneit, und es ist der heilige Abend.
Im Haus brennen wunderschöne Lichter,
hier im Stall hingegen ist es so wie immer.
Bonzo möchte heute nicht hier sein,
es geht ihm schlecht und er spürt sein Ende nahen.
Traurig blickt er sich um,
wo sollte er denn nur hin um in Frieden schlafen zu können.
Er trottet zur großen Haustür und fängt bitterlich an zu weinen.
Ach wenn sie mich doch wenigstens heute ins Haus lassen würden.
An jedem anderen Tag wäre er deswegen ausgeschimpft worden,
aber nicht heute, denn heute ist ja Heiligabend.
Die Bäuerin öffnet die Tür und reicht ihm ein großes Stück Wurst.

Zum ersten Mal in seinem Leben!!!!

Dann schickt sie ihn zurück auf seinen Platz.
Doch Bonzo ist verzweifelt und sehr einsam, er verlässt den Hof.
Das erste Mal in seinem Leben.

Oft muß er Pause machen, die Luft zum Atmen wird ihm knapp,
und die Beine schmerzen furchtbar, aber er schafft es .
Mit letzter Kraft schleppt er sich an die kleine grüne Tür einer alten Holzhütte.
Er sieht die schönen Lichter und fängt wieder laut zu weinen an.
Ein alter kranker Mann öffnet ihm die Tür.
Sie sehen sich in die Augen und die Sterne beginnen zu funkeln.
Vor ihm steht der einzige Mensch der Bonzo je gestreichelt hatte,
der Knecht der vor Jahren den Hof verließ.

Bonzo darf jetzt an den Ofen,
ach wie warm ist es doch hier,
das erste Mal seit langer Zeit das ich wirklich nicht mehr frier`.
Einsam und alleine mußten der Knecht und Bonzo sein,
glücklich und gemeinsam schliefen Beide friedlich ein.

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Vielleicht haben die Vögel erst fliegen gelernt
als der Mensch auf die Welt kam.


-Art van Rheyn (deutscher Dichter 1939-2005)-


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Ein Hund hat die Seele eines Philosophen.


-Plato-


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Wer ist da, wenn ich weine;
wenn die Welt zusammenbricht ?

Wer ist da, wenn ich mich freue -
und ein Lächeln erscheint im Gesicht.

Wer ist da, wenn mir alles
vollkommen fremd erscheint ?

Wer ist da wenn ich denke,
es hat keinen Zweck...

Mein Hund ist da.
Immer.

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Ich liebe alle Tiere, weil sie so "unmenschlich" sind.


-Stefan Wittlin (Schweizer Hundetherapeut und Tierpsychologe)-


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Er schaut Dich an mit dunklen Augen,
Du magst, Du willst es gar nicht glauben.

Gepeinigt durch den großen Schmerz,
'Nun lass mich gehen', schreit sein Herz.

Auch wenn die Seele Dir zerreißt,
es Abschied nehmen heißt.

Der treue Freund verabschiedet sich leise,
er geht auf seine letzte Reise.

Freudig erregt, mit großem Schritte,

überquert Dein Freund die Regenbogenbrücke ...

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Herz gesucht


Herz gesucht, auch leicht getragen,
und nicht kreislaufstörungsfrei,
aber fähig gut zu schlagen
und vor allem herzlich treu.

Das im Dünnen wie im Dicken,
stets Gefährte bleibt und Freund
und aus völlig freien Stücken
ehrlich ist - und nicht nur scheint!

Das nicht lügt und nicht gemein ist
und nie ander´n sich verschreibt,
das, wenn man in Not allein ist,
trotzdem da ist - und auch bleibt.

Herz gesucht! - und schon gefunden,
klug, bescheiden und gesund,
treu sogar mit Überstunden:
DENN ICH HABE EINEN HUND!

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Freie Übersetzung eines rumänischen Gedichtes:


Mit meinem letzten Stückchen Brot,
half ich ´nem Mann mit Hund in Not,
der Mann der kennt mich heut nicht mehr,
der Hund jedoch der liebt mich sehr.

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Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten,
aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.


--Arthur Schopenhauer (deutscher Philosoph 1788-1860)- -


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Der Mensch ist nicht das Maß aller Dinge,
sondern Leben inmitten von Leben, das auch leben will !


-Albert Schweizer (1875-1965)-


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Du weißt, wie sehr ich an dir hing
Als ich leider von dir ging.

Du weißt, du warst mein allerbestes,
Teil meines Lebens – ein ganz festes.

Du weißt, ich konnte nicht mehr bleiben,
ich musste geh´n, um nicht zu leiden.

Du weißt, ich sah die Tränen dein,
konnt` ich doch nicht mehr bei dir sein.

Du weißt, ich bin jetzt hier ganz oben,
darf ohne Schmerzen spielen, toben.

Du weißt, es geht mir wirklich gut,
Frauchen, fasse wieder Mut.

Du weißt, ich bleib dir immer nah,
bin ich auch nur im Herzen da.

Du weißt, bei dir fand ich mein Glück
Komme ich auch nie mehr zurück.

Du weißt, es wird bestimmt geschehen,
dass wir uns einmal wiedersehen.

Du weißt, auch du musst einmal gehen,
dann werd` ich an der Brücke stehen.

Du weißt, ich werde auf dich warten,
im wunderschönen Himmelsgarten.

Du weißt, du wirst dann immer bei mir sein,
dann lass` ich dich nie mehr allein.

Du weißt, auch hier werd` ich dich lieben,
vielleicht noch mehr als bei dir da drüben. ..

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Seelenhunde


Manche sind unvergessen...
weil sie ein Leben verändert haben
und auch nach ihrem Tod in einem weiter leben.

Man spürt es - in seinem Denken,
in seinem Handeln, in seinem Fühlen.

Seelenhunde hat sie jemand genannt -
jene Hunde, die es nur einmal geben wird im Leben,
die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.

Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum Atmen.


Abschied nehmen und wir Menschen suchen Trost in Bildern
wie die Regenbogenbrücke und dass wir uns eines Tages wiedersehen.
Weil man sich nicht vorstellen kann, wie es weitergehen kann.

Kein Tag vergeht,
ohne an ihn zu denken und ohne ihn zu vermissen.
Wie ein verlorener Sohn und nur Hundemenschen können verstehen,
wie es ist, einen Hund zu verlieren.

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Tief im Inneren haben wir es immer gewusst,
dass diese Reise zu Ende gehen würde.
Wir wussten, gäben wir unser Herz hin, würde es gebrochen.
Es ihnen zu geben, ist aber unsere Pflicht,
denn das ist alles, was sie von uns verlangen.

Wenn die Zeit gekommen ist
und die vor uns liegende Straße macht eine Kurve,
die wir nicht mehr einsehen können,
so machen wir ein letztes Geschenk und lassen ihn voraus laufen
" Viel Glück mein Freund" werden wir sagen
und hat die Reise einmal einen ganzen Kreis geschlagen,
werden sich einmal "unsere Wege" kreuzen.

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Ein einzelnes Tier zu retten verändert nicht die Welt,
aber die ganze Welt verändert sich für dieses Tier!

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Darüber, wer die Welt erschaffen hat, lässt sich streiten.
Sicher ist nur, wer sie vernichten wird."


-George Adamson (englischer Tierschützer 1906-1989)-


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Betrug


"Man hat mich gesehen und kaufte mich prompt,
denn ich bin ein Hund, der vom Züchter kommt.
Und wird es nicht allenthalben empfohlen,
man soll gute Hunde beim Züchter holen?
Und alle Erwartungen trafen ein:
Ich bin hübsch, lieb und kann auch folgsam sein."

"Mich hat man am Strand draußen aufgelesen,
da bin ich seit Monaten schon gewesen.
Man hat mich getreten, es gab nichts zu fressen,
dann stieß man mich weg und hat mich vergessen.
Bin alt nun und krank, mein Herz tut mir weh.
Hab’ nur gelernt, dass ich gar nichts versteh’."

"Ich wurde in einer Tonne geboren,
meine Finder gaben mich schon verloren.
Meine rechtes Ohr hängt, das Linke blieb stehen,
und auf einem Auge kann ich nicht sehen.
Ich liebe die Menschen und weiß nicht warum.
Sie finden mich häßlich, mickrig und dumm."

"Ihr seht, ich bin hübsch und mein Fell ist glatt.
Man pflegte mich gut in der großen Stadt.
Sie haben mich sogar angezogen,
operiert und die Ohren hochgebogen.
Dann wurde ich an einen Baum gebunden,
dort hat mich nach Tagen jemand gefunden."

"Und du? Wer bist du? Hast noch nicht gesprochen.
Hast bis jetzt mit der Nase am Gitter gerochen.
Wenn sie kommen, um einen auszusuchen,
verschmähst du all’ ihre Hundekuchen.
Siehst niemanden an und willst dich nicht binden.
Möchtest du keine neue Familie finden?"

Eine Pause tritt ein. Niemand sagt ein Wort.
Der Blick des Gefragten driftet weit fort.
Sein Kopf ist erhoben, die Schultern gestrafft,
der Körper ist mager und doch voller Kraft.
Dann dreht er sich um, sein Schwanz fächelt leicht
den Wind, der von Norden herüberstreicht.

Der Blick seiner blauen Huskyaugen
scheint sich am Fragenden festzusaugen.
"Versteht Ihr nicht", flüstert er in den Wind, "
dass wir nur eine Laune der Menschen sind?
Sie wollen uns schaffen nach ihrem Gefallen
und wissen doch nicht wohin mit uns allen.
In dieser Sekunde sind wir schon verloren,
denn es werden tausend Welpen geboren.

Wir sind viel zu viele, das ist der Betrug,
denn Menschen bekommen niemals genug.
Sie wissen es alle, doch die endlose Flut
immer neuer Hunde gefällt ihnen gut.
Die endlosen Züge der Überschussfracht
sind im Tierheim ja wunderbar untergebracht."

Sanft hebt er die Schnauze, setzt an zum Gesang.
Ein klagender Ton zieht die Gitter entlang.
Eine Türe schlägt zu, und dann schweigt er still,
weil das, was er weiß, niemand wissen will.
Er legt sich nieder, bettet ruhig sein Haupt.
Oh ja, es sind viele!
Viel mehr, als man glaubt...

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Ein kleiner Engel kam, lächelte und kehrte um

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Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir,
alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir.
Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir,
also sind sie uns gleich gestellte Wesen
des allmächtigen Schöpfers – unsere Brüder.


-Franziskus von Assisi (1181-1226)-



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Der Umgang des Menschen mit den Tieren gehört
zu den fundamentalsten Prinzipien der Sittlichkeit.
Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht,irrt sich.
Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht!

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JEDER EINZELNE IST WICHTIG !


Ein furchtbarer Sturm kam auf. Ein Orkan tobte, das Meer wurde aufgewühlt
und meterhohe Wellen brachen sich ohrenbetäubend laut am Strand.
Nachdem das Unwetter nachgelassen hatte,
klarte der Himmel sehr bald wieder völlig auf.
Am Strand aber lagen unzählige von Seesternen,
die von der Strömung an den Strand geworfen wurden.
Ein kleines Mädchen lief am Strand entlang,
nahm behutsam Seestern für Seestern in die Hand
und warf ihn zurück ins Meer.

Da kam ein Mann vorbei. Er ging zu dem Mädchen und sagte:
„Du dummes Kind! Was du da machst, ist vollkommen sinnlos!
Siehst du nicht, dass der ganze Strand voll von Seesternen ist?
Die kannst du niemals alle zurück ins Meer werfen!
Was du da tust, ändert nicht das Geringste!“

Das Mädchen schaute den Mann einen Moment lang an.
Dann ging es zu dem nächsten Seestern,
hob ihn behutsam auf und warf ihn ins Meer.
Zu dem Mann gerichtet sagte sie:
„Für diesen einen hat es etwas geändert !“

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TREUE


Wenn böse Sorgen dich umgeben,
oft manche Freundschaft schnell zerbricht,
du bist allein, so geht's im Leben -
ein Hund als Freund enttäuscht dich nicht.
Du kannst ihm ohne Scheu stehts sagen,
was dich bedrückt, erschreckt, empört,
er wird dich nicht mit hundert Fragen
belästigen, er schweigt und hört.
Sag nicht, das wäre übertrieben -
sag nicht, ein Hund sei nur ein Tier,
begreif ihn und du wirst ihn lieben,
mit seiner Treue dankt er's dir.






-Gewidmet allen Hunden und Katzen die in den Tierheimen auf ein neues Zuhause warten-


Hinter einem Eisengitter sitzt ein Hund,
er weint so bitter:
habt ihr mich denn ganz vergessen
ihr Menschen, die mich einst besessen?

Wo seid ihr hin, ich kann´s nicht fassen
ihr habt mich hier...allein gelassen?

Draußen kommt die finstre Nacht
habt ihr an meine Angst gedacht?
Kälte schleicht durch alle Ritzen
nirgendwo ein warmes Kissen.

Müde von dem langen Stehen,
von dem Warten, von dem Sehen
von dem Weinen, von dem Jammern,
such ich in der kalten Kammer,
einen Platz um auszuruhn.

Um mich her sind andre Hunde,
jeder ist für sich allein
ängstlich heulen sie an Wände
gegen harten, kalten Stein.

Blanker Stein, auf dem ich liege
feucht von meinem Seelenschmerz
Wo sind die Menschen, die ich liebe?
Menschen...ohne Stein als Herz...

Lange konnte ich nicht glauben,
dass ihr mich wirklich nicht mehr wollt,
bin immer hin und her gelaufen,
hab geknurrt und hab gegrollt.

Tagelang hab ich gewartet,
kein Futter hab ich angerührt
Wochen...sind daraus geworden...!
von euch...keiner zurückgekehrt!

Lange hab ich überlegt,
was habe ich euch denn nur getan?
sicher war es furchtbar schlimm
sonst hättet ihr das nicht getan!
Draußen vor dem Eisengitter
gehen viele, Tag für Tag,
schauen oft zu mir herüber
aber keiner holt mich ab.

Manchmal kommen Kinder,
die spielen auch mit mir,
doch wenn dann der Abend kommt -
gehn sie heim und ich bleib hier!

Traurig stehe ich am Gitter,
wedle freundlich jedem zu
wer mich anschaut...?
kommt nicht wieder,
egal ob ich noch wedeln tu...

Lange Zeit ist schon vergangen...
ich fühle nicht mehr diesen Schmerz
irgendwann hab ich vergessen,
wie er war, DER MENSCH MIT HERZ...!





GEBET EINES STREUNERS


Lieber Gott bitte hilf mir bei meiner Qual,
der ganzen Welt bin ich egal,
niemand da, der an mich denkt,
er mir ein wenig Liebe schenkt.

So müde von der Streunerei,
zieht keine Hoffnung mehr vorbei.
Vor Schmerzen kann ich kaum noch stehn,
muss trotzdem durch den Regen gehn.

Bei meinem schweren Gange hier,
verzweifle ich und bet' zu dir:
um jemand, der mich wirklich liebt,
mir eine warme Obhut gibt.

Mit einem schönen, warmen Bett.
Ja - und 'nen Knochen - das wär nett!
Beim letzten Herrchen war es schlimm,
bin froh, dass ich dort nicht mehr bin.

Ohne Wasser, angekettet,
hat mich nur die Flucht gerettet.
Meine Leine hab ich durchgebissen,
und bin von dort dann ausgerissen.

Lieber ein Streuner! Lieber allein!
Als ewig eingesperrt zu sein.

Jetzt, lieber Gott, bin ich geschafft.
Ich kann nicht mehr, mir fehlt die Kraft.
Bin müde, hungrig - mir ist kalt,
ich fürchte, Gott, ich werd' nicht alt.

Mit Stöcken jagt man mich und Steinen,
doch mir bleibt keine Zeit zum weinen.
Muss durch die Straßen - Knochen finden -
obwohl stetig meine Kräfte schwinden.

Hab's nicht verdient, bin eigentlich gut,
will nicht, dass man mir böses tut.
Von Würmern geplagt, von Flöhen gebissen,
lieber Gott, ich möchte von dir wissen
Ob's jemanden gibt auf dieser Welt dem ich,
und der auch mir gefällt.

Sollt es diesen Jemand geben
so würd' mein Herz vor Freude beben.
Ja! Alles würd' ich für ihn machen
und kau auch nicht auf seinen Sachen.

Ihm lauf ich ganz bestimmt nicht fort,
ich liebe ihn und hör auf's Wort.
Doch so schwach, allein wie ich jetzt bin
macht Weiterleben keinen Sinn.

Schmutzig und unendlich mager
weine ich jede Nacht in meinem Lager,
weil ich mir solche Sorgen mache,
ob ich am nächsten Tag erwache.

Soviel Liebe und Treue kann ich geben,
will deshalb eine Chance zum Leben.
Oh lieber Gott, erhör' mich gleich,
bevor die letzte Hoffnung weicht
und schicke jemand der mich liebt.

Mein Gott - wenn es dich wirklich gibt..............

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Du weichst mir nicht von meiner Seite,
gehst treu mit mir durch Sturm und Wind,
bist Freund, Gefährte und Beschützer,
manchmal auch verspieltes Kind.

Dein Blick er lässt mich stets erweichen
kann Dir nicht einmal böse sein,
auf dich setz ich zur Not mein Leben,
stellst meinem Herz niemals ein Bein.

Deine Schnauze kalt wie Raureif,
der Charakter warm und gut.
liebst mich ohne was zu fordern,
kämpfst für mich mit ganzem Mut.

Du mein treuer Weggenosse,
Dir kann ich auch blind vertrau`n,
bist für mich mein größtes Herzstück,
Kamerad und Seelenclown.

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Die Kenntnis der Tiere ist eine Voraussetzung für die Selbsterkenntnis des Menschen

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Der Mensch sagt,
er sei klüger als das Tier, könne denken,
habe ein Gewissen und können seine Schritte lenken.
Doch sag mir nun,
welch ein Affe tötet sein Kind im Mutterleib,
ertränkt oder erstickt es, wenn es schreit?
Welcher Kater tötet seine Frau?
Welcher Eber tötet in Wut die Sau?
Welche Tiere rotten im Krieg mit Waffen einander aus?
Verbrennen einander,löschen sich in Gaskammern aus?
Welcher Vogel zieht los mit Axt und Messer,
tötet seine Familie und sagt dann "Es wäre besser?"
Welches Tier verursacht einen weltweiten Krieg?
Sieht letzendlich nicht die Opfer, sondern den Sieg?
Welche Tiere zerstören die Welt, in der sie leben?
Vergiften Flüsse, Meere, Seen?
Opfern Tiere Millionen ihres gleichen,
um einen Zentimeter mehr Platz auf der Welt zu erreichen?
Lassen Tiere für Macht einander sterben?
Morden Weibchen, um zu erben?
Nur der Mensch, der besser sein will,
der glaubt, dass er der Einzige sei,
dem es erlaubt, seines gleichen und die Erde zu zerstören-
was wird ihm eines Tages gehören?
Bald hat der Mensch sich selbst zerstört,
was glaubt ihr, wem die Erde dann gehört?

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Tiere die man liebt, sind wie Sterne.
Sie können funkeln und leuchten noch lange nach Ihrem Erlöschen.

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Vor langer, langer Zeit gingen die kleinen Engel zum Oberengel
und baten ihn um Hilfe, weil sie so einsam waren.
Der Oberengel brachte sie zu einer großen Mauer mit vielen Fenstern
und ließ sie aus dem ersten Fenster auf alle möglichen Dinge schauen,
Puppen und Stofftiere und Spielzeugautos und vieles mehr.
"Hier habt ihr etwas, das ihr lieben könnt,", sagte der Engel.
"Diese Dinge werden eure Einsamkeit vertreiben".
"Oh, vielen Dank", sagten die kleinen Engel.
"Das ist gerade, was wir brauchen".

"Ihr habt das Vergnügen gewählt", erklärte ihnen der Oberengel.

Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück.
"Dinge kann man schon lieben", meinten sie.
"Aber sie kümmern sich nicht darum, dass wir sie lieben".

Der Oberengel führte sie zum zweiten Fenster.
Sie sahen hinaus und sahen alle möglich Arten wilder Tiere.
"Ihr könnt diese Tiere lieben", sagte er.
"Sie werden wissen, dass ihr sie liebt."
Die kleinen Engel waren begeistert.
Sie liefen hinaus zu den Tieren.
Einer gründete einen Zoo, ein anderer ein Naturschutzgebiet,
einige fütterten die Vögel.

"Ihr habt die Befriedigung gewählt", sagte der Oberengel.

Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück.
"Sie wissen, dass wir sie lieben",
sagten sie. "Aber sie lieben uns nicht wieder.
Wir möchten auch geliebt werden."
So führte sie der Oberengel zum dritten Fenster und zeigte ihnen die Menschen.
"Hier sind Menschen zum Lieben", erklärte er ihnen.
Die kleinen Engel eilten hinaus zu den Menschen.

"Ihr habt die Verantwortung gewählt", sagte der Oberengel.

Aber bald waren sie wieder zurück.
"Menschen kann man schon lieben",
klagten sie "aber oft hören sie auf, uns zu lieben
und verlassen uns.
Sie brechen unsere Herzen."
Der große Engel schüttelte den Kopf.
"Ich kann euch nicht mehr helfen.
Ihr müßt mit dem zufrieden sein,
was ich euch gegeben habe."

Da entdeckte einer der kleinen Engel ein weiteres Fenster
und sah kleine und große Hunde.
Die anderen liefen herbei und bestaunten sie.
"Was ist mit denen?" riefen sie.
Aber der Oberengel schob sie vom Fenster weg.
"Das sind Gefühlstrainer", sagte er.
"Aber wir haben Probleme mit ihrem Operating System."

"Würden sie wissen, dass wir sie lieben?" fragte einer.
"Ja", erwiderte der Oberengel widerstrebend.
"Und würden sie uns wiederlieben?" fragte ein anderer.
"Ja", erwiderte der große Engel.
"Werden sie je aufhören, uns zu lieben?" riefen sie.
"Nein", gestand der große Engel.
"Sie werden euch für immer lieben."
"Dann sind sie genau das, was wir uns wünschen",
riefen die kleinen Engel

Aber der Oberengel war sehr aufgeregt.
"Ihr versteht nicht", erklärte er ihnen.
"Ihr müsst sie füttern. Und ihr müsst ihre Umgebung reinigen
und immer für sie sorgen."
"Das tun wir gerne", riefen die kleinen Engel.
Und sie hörten nicht zu.
Sie beugten sich nieder und nahmen die zahmen Hunde in die Arme
und die Liebe in ihrem Herzen spiegelte sich in den Augen der Tiere.

"Sie sind nicht gut programmiert" rief der Oberengel,
"es gibt keine Garantie für sie. Wir wissen nicht, wie lange sie halten.
Manche hören sehr rasch auf zu funktionieren,
und manche halten länger!"

Aber das kümmerte die kleinen Engel nicht.
Sie drückten die warmen weichen Körperchen an sich
und ihre Herzen füllten sich mit Liebe,
so dass sie fast zersprangen.
"Wir haben unsere Chance!" riefen sie.
"Ihr versteht nicht", versuchte es der Oberengel zum letzten Mal.
"Sie sind so gemacht, dass selbst der Haltbarste von ihnen
euch nicht überleben wird.
Euer Schicksal wird sein, durch ihren Verlust zu leiden!"

Die kleinen Engel betrachteten die Tiere in ihren Armen und schluckten.
Dann sagten sie tapfer: "Das macht nichts.
Es ist ein fairer Tausch für die Liebe, die sie uns geben.

Der Oberengel sah ihnen nach und schüttelte den Kopf.

"Nun habt ihr die Tränen gewählt", flüsterte er.

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Es scheint, als würdest du gerade durch den Garten kommen,
aber beim zweiten Hinsehen wird es klar
Du bis nicht da...

Ich rufe Dich ohne zu denken
aber Du bist nicht da…
Ich warte auf das Tappen Deiner Pfoten
aber Du bist nicht da…
Unbewusst suche ich Dich mit meinen Augen
aber Du bist nicht da…
Alles erinnert an Dich
aber Du bist nicht da…

Jahre hatte ich Angst vor diesem Moment,
aber er ist noch schlimmer als befürchtet:
Du bist überall präsent,
aber leider nicht mehr da….

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Für alle Hunde


Du bist mein Stückchen Himmelreich
Du weißt, ich hab Dich gerne.
Wir gehen morgens, abends aus
und schauen in die Sterne.

Du bist mein Wächter und mein Freund,
Bestandteil aller Tage.
Und was an anderen versäumt,
ist bei uns keine Frage.

Wir radeln, laufen, spielen viel,
geh n im Regen auch spazieren,
ich jag Dich, fang Dich, Du hältst still,
willst auch mich nicht verlieren.

Dein Blick, er klebt an meinem Mund,
bist immer in der Nähe,
willst hören, was ich tue kund,
und sagst mir: ich verstehe.

Doch Tadel hörst Du auch von mir,
nur kurz, doch streng und leise,
verhältst Dich dann als „armes Tier“
das ist so Deine Weise.

Ich hoffe für uns alle beide
und alle Hunde dieser Welt,
daß man uns um das beneide,
was Hund und Herrn zusammenhält.

Und bis ans Ende Deiner Tage
will ich Dir sein ein guter Freund.
Das ist , ich denke, keine Frage,
das was sich jeder Hund erträumt.

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Ganz still und leise,ohne ein Wort
gingst du von deinen Lieben fort.
Du hast ein gutes Herz besessen,
nun ruht es still , doch unvergessen.
Es ist schwer, es zu verstehen,
das wir und nicht mehr wiedersehen.

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Ob Menschen wohl zur Treue taugen??
so lang voll Reiz das Neue ist?
Betrachte deines Hundes Augen
SIE sagen dir, was Treue ist

Die Schöpfung gab nicht jedem
das Glück der Sprache in den Mund
doch DIESE Augen können reden
so viel Gefühl gibt nur ein Hund

Zwei Augen können Hunde geben
aus der Seele tiefen Grund
Man sagt so leicht : Ein Hundeleben
- - - und doch beschämt uns oft ein Hund---

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die Rückkehr zum Regenbogen


Ein kleiner Hund kam an der Regenbogenbrücke an und
eine Gruppe von Hunden kam sofort zu ihm gelaufen um ihn zu begrüßen.
Er war darauf gefasst, nun angegriffen zu werden,
aber statt dessen wedelten alle ganz freundlich mit den Ruten
und anstatt ihn zu beißen, küssten sie ihn einfach ab.

Es war dort wunderschön und jeder war ganz lieb zu ihm.

Keiner von ihnen war in einer "Welpen-Fabrik"
geboren und dann als Kampfhund benutzt worden,
so wie er damals, um dann in der Gosse zu sterben
weil er eine hässliche Promenadenmischung war.

Sie erklärten ihm, dass sie hier auf ihre "Herrchen"
warten würden, die sie so geliebt hatten.
"Was ist Liebe?", fragte der kleine Hund
und man schickte ihn zurück ins Leben um das herauszufinden.


Es war warm und dunkel;
er wartete zusammengequetscht mit den anderen,
um geboren zu werden.
Ängstlich wartete er, bis er endlich an den Hinterpfoten
herausgezogen wurde.
Unbehaarte Hände hielten ihn vorsichtig fest
und trockneten ihn ab.
Sie zeigten ihm, wo es einen Schluck warmer Milch gab.
Er hatte nicht die Kraft dazu,
sich lange an der Zitze festzuhalten.
Seine Brüder und Schwestern waren viel kräftiger als er
und schupsten ihn ständig zur Seite.
Die Menschenhand schob die anderen Welpen
ein wenig zur Seite und hielt ihn so, dass er trinken konnte.
"Aaaahhh .. so ist es besser!" dachte er und trank,
bis er erschöpft war und
zusammengekuschelt an seiner Mutter einschlief.

"Hieran werde ich mich immer erinnern, "
sagte er glücklich. "Zu dumm, dass ich erwachsen werden
und hinaus in Kälte und Nässe muss, um dort zu kämpfen und
dann als Verliererhund zu sterben.
Dann weiß ich aber wenigstens, was es heißt
ein Hund zu sein." dachte er traurig.

In dieser Nacht kroch er zu seiner Mutter und
versuchte zu trinken,
aber er rutschte immer wieder zur Seite weg.
Wenn seine Geschwister satt waren
wurde ihnen der Bauch geleckt und er
konnte nur noch die Restmilch trinken,
die die anderen übrig gelassen hatten.

Schon sich aufzurappeln fiel ihm schwer,
so klein und schmächtig wie er war.
Als er auf den Rücken fiel und sich nicht mehr
aufrichten konnte, begann er zu schreien.
Sofort kam der Mensch herbeigeeilt und
im Nu war auch die Menschenhand wieder da und
gab ihm einen Gumminippel in sein Mäulchen.
Es schmeckte nicht so gut wie die Milch von der Mutter,
aber es war warm und vertrieb
die Schmerzen in seinem kleinen Bäuchlein.

Der Kleine hatte Probleme beim Atmen,
weil seine Lungen
nicht voll entwickelt waren
- er hatte einfach zu lange gebraucht um den anderen in
die Gebärmutter zu folgen,
als er seine letzte große Chance von der
Regenbogenbrücke bekommen hatte.

Er konnte den Herzschlag des Menschen spüren,
der ihn sich, zugedeckt mit einem warmen,
weichen Tuch, auf den Bauch gelegt hatte.
Das hielt seinen dünnen, kleinen Körper
schön warm und die sich ständig wiederholenden,
liebevollen Streicheleinheiten beruhigten ihn sehr.
In diesem Moment dachte er wieder an seine
neuen Freunde, die an der Regenbogenbrücke so lieb zu
ihm gewesen waren und er fragte sich,
ob er wohl wieder dorthin zurück dürfte.?
Mit sicherheit.
Aber erst wollte er erfahren und spüren was Liebe ist.
So gaben ihm die Menschen Stunde um Stunde seine Milcheinheiten
(es kam ihm vor wie Tage, aber er wusste ja nicht was
Zeit ist und außerdem war es ja auch dunkel um ihn herum)
und in ihm kam eine Erinnerung an
Wärme und Mutterliebe zurück.

Er wurde größer und lebhafter, und der Mensch nahm ihn
immer häufiger mit und ließ ihn bei sich schlafen.
Während er beschmust und geküsst wurde,
konnte er dessen Herzschlag hören,
der fest und lieb klang.

Eines Tages war es dann soweit, und er wurde gefragt:
"Bist du bereit zu uns auf die Regenbogenbrücke
zurück zu kommen?"
"Ja", antwortete er mit etwas Wehmut, weil
sein Mensch ihn nicht gehen lassen wollte
und zu weinen begann.

Er tat seinen letzten Atemzug und ging zurück zur
Regenbogenbrücke.
Von dort schaute er auf seinen Menschen,
der immer noch weinte und seinen Körper in den
Händen hielt, den er für seine neue Chance geborgt
bekommen hatte.

"Danke,"
sagte er.
"Liebe ist WUNDERBAR!
Nun werde auch ich an der Regenbogenbrücke
auf meinen Menschen warten,
um mit ihm das Wiedersehen zu feiern


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Wenn ein Hund nicht auf Sie zulaufen mag,
nachdem er Ihnen ins Gesicht geblickt hat,
sollten Sie nach Hause gehen und Ihr Gewissen überprüfen.


-Thomas Woodrow Wilson (US-amerikanischer Politiker 1856-1924)-



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Schau dir den Blick deines Hundes an:
Kannst du immer noch behaupten, er hätte keine Seele?"

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Im Tierasyl, Gott-weiß wie lange
saß Rocky, nur einer von vielen.
Dem kleinen Hund war Angst und Bange;
er sehnte sich nach Kindern und Spielen.

Doch niemand mocht’ ihn adoptieren,
weil er nicht 'reiner' Rasse war.
Er wollte lieben, nicht nur 'zieren',
denn schön war er nicht – das war ihm klar.

Bald wollte ihn der Mut verlassen,
sein Hundeherz war einsam und schwer.
Plötzlich kommen drei Kinder – nicht zu fassen -
und rufen: Rocky komm, Rocky komm her!

Da springt der Kleine leuchtend auf,
ein neuer Tag, ein neues Leben!
So nimmt Rocky’s Schicksal seinen Lauf:
endlich 'zuhause' – welch ein Segen!

Nun schenkt ihm die Freude neue Kraft,
er springt auf jeden Schoß, um 'nachzutanken',
wie hat er es bloß hierher geschafft?
Sein kleines Herz kennt keine Schranken.

Rocky blüht auf, die Augen strahlen,
sein Fell wird glänzend und gesund,
er wird so schön – man sollt' ihn malen!
Rocky – ein wunderbarer Hund!!!

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Mein Hund ist eine treue Seele,
verlässlich und ein Kamerad,
er hört aufs Wort und die Befehle
befolgt er draußen und privat.

Sein Stammbaum wächst in einer Gasse,
kein Wort von ihm steht auf Papier.
Er stammt aus einer Mischlingsrasse,
ein aufgewecktes, schlaues Tier.

Von Fremden lässt er sich nicht streicheln,
da wird dann auch schon mal gemurrt.
Wenn miese Menschen ihn umschmeicheln,
wird er erst wütend, bis er knurrt.

Vom Tierheim hab' ich ihn genommen,
hinter Gitter hat er einst gewohnt.
So bin ich auf den Hund gekommen.
Das hat sich aber auch gelohnt!

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Geboren durch Zufall, irgendwo in der Stadt
dort wo keiner etwas für einen Hund übrig hat.
Niemand wollte dich haben und zu fressen gab`s nur
was die Menschen verloren oder vom Mülleimer pur

Dein Leben war so sinnlos, ohne streichelnde Hand
Geborgenheit und Liebe hast du niemals gekannt.
Du sehntest dich sehr nach Wärme und Erbarmen
nach gütigen Worten, nach beschützenden Armen

Dieser Wunsch bleibt für dich wohl nur ein Traum
stehst verzweifelt, mit traurigen Blicken an jedem Zaun.
Jahre vergingen, wurdest schon krank und alt
dein innigster Wunsch war schon seit Langem verschallt

Doch dann kam ein Wesen, kam direkt auf dich zu
er sprach dich an, dein Herz zersprang im nu.
Er meinte es gut mit dir, konntest es sofort fühlen
seine Stimme war warm, wusstest er darf dich berühren

Wagtest den Schritt, mutig mit geschlossenen Augen
ein Traum wurde Wahrheit - konntest es nicht glauben.
Das Wunder geschah in deiner armen, lieblosen Welt
der Himmel hat, durch einen Engel, dich zu sich bestellt

Du wurdest zart getragen, fühltest dich frei und im Glück
sahst nur kurz zurück, dein Körper lag kalt, starr der Blick.
Jetzt darfst du erfahren was du auf Erden niemals gekannt
zum ersten mal Glückseeligkeit, dort im Regenbogenland

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ABSCHIED


Ich besitze wenige Güter, die ich hinterlassen kann.
Nichts wertvolles ist mein Eigentum,
ausser meiner Liebe und meinem Glück.
Ich bitte meine Menschen,
dass sie mich immer im Gedächtnis behalten,
aber nicht wegen mir leiden.
In meinem Leben bemühte ich mich,
ihnen ein Trost in traurigen Momenten und
Freude in ihrem Glück zu sein.
Es tut mir weh, ihnen mit meinem Tod
Kummer zu bereiten.

Die Stunde des Abschieds ist gekommen,
und es fällt schwer, sie zu verlassen,
aber zu sterben wird nicht traurig sein,
denn im Gegensatz zum Menschen
fürchtet der Hund nicht den Tod.

Eine große Bitte noch:
Ich hörte oft von meinen Menschen
,,Wenn er stirbt, wollen wir keinen Hund mehr.
Wir lieben ihn so sehr , dass wir
keinen anderen haben möchten !,,

Ich bitte meine Menschen aus Liebe zu mir,
wieder einen Hund aufzunehmen.
Es nicht zu tun, wäre eine traurige
Erinnerung an mein Andenken.
Ich möchte die Gewissheit haben, dass sie gerade
weil ich in ihrer Familie lebte,
nun nicht mehr ohne Hund leben möchten.

Ich war nie eifersüchtig oder erbärmlich,
spielte mit der schwarzen Katze,
teilte in kalten Tagen den Teppich mit ihr
und all die anderen Dinge aus Treue und Liebe.

Ich hinterlasse meinem Nachfolger mein
Halsband und die Leine und wünsche ihm,
dass er - wie ich - das Glück in diesem Haus genießt.

Das letzte Abschiedswort an meine Lieben:
Wenn Ihr mein Grab besucht,
denkt an mich voller Traurigkeit,
aber auch mit dem Wissen,
dass hier eine Kreatur ruht,
die Euch liebte.

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So tief mein Schlaf auch sein mag,
ich werde Euch hören und selbst die große
Macht des Todes wird nicht verhindern können,
dass meine Seele dankbar
mit dem Schwanz wedelt.

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